Der Wolfsspitz

Rassestandard, leicht gekürzt, Quelle: www.fci.be/nomenclature.aspx (offizielle Hompage der Federation Cynologique Internationeal – des Internationalen Hundezuchtverbandes) 

25.01.2013 / DE 

FCI – Standard Nr. 97

Deutsche Spitze, Keeshond

URSPRUNG: Deutschland.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS: 17.01.2013.

VERWENDUNG: Wach- und Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp.

Sektion 4 Europäische Spitze.

Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Deutsche Spitze sind Nachkommen des steinzeitlichen Torfhundes « Canis familiaris palustris Rüthimeyer » und späteren « Pfahlbauspitzes » und die älteste Hunderasse Mitteleuropas. Zahlreiche andere Rassen sind aus ihnen hervorgegangen. Im nicht deutschsprachigen Ausland werden die Wolfspitze auch Keeshond und die Zwergspitze Pomeranian genannt. 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Spitze bestechen durch ein schönes Haarkleid, das reichliche Unterwolle abstehend macht. Besonders auffällig ist der sich um den Hals legende, starke, mähnenartiger Kragen und die buschig behaarte Rute, die kühn über dem Rücken getragen wird. Der fuchsähnliche Kopf mit den flinken Augen und die spitzen kleinen engstehenden Ohren verleihen dem Spitz das ihm eigene charakteristische kecke Aussehen. 

WICHTIGE PROPORTIONEN: Verhältnis von Widerristhöhe zur Länge des Hundes 1:1.

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN): Der Deutsche Spitz ist stets aufmerksam, lebhaft und auβergewöhnlich anhänglich gegenüber seinem Besitzer. Er ist sehr gelehrig und leicht zu erziehen. Sein Miβtrauen Fremden gegenüber und sein fehlender Jagdtrieb prädestinieren ihn zum idealen Wächter für Haus und Hof. Er ist weder ängstlich noch aggressiv. Wetterunempfindlichkeit, Robustheit und Langlebigkeit sind seine hervorragendsten Eigenschaften.

KOPF

  • Oberkopf: Der mittelgroße Spitzkopf erscheint von oben gesehen hinten am breitesten und verschmälert sich keilförmig bis zur Nasenspitze.
  • Stop: Mäßig ausgebildet bis betont, nie abrupt.

GESICHTSSCHÄDEL

  • Nasenschwamm: Die Nase ist rund, klein und reinschwarz; bei allen braunen Spitzen dunkelbraun.
  • Fang: Der Fang ist nicht zu lang, weder grob noch zugespitzt und steht in proportional gefälligem Verhältnis zum Oberkopf. (Bei Wolfsspitz/Keeshond, Großspitz und Mittelspitz ca. 2 : 3, bei Klein- und Zwergspitz/Pomeranian ca. 2 : 4.)
  • Lefzen: Die Lefzen sind nicht überfallend, liegen straff an und bilden keine Falten zum Lefzenwinkel. Sie sind bei allen Farbschlägen schwarz pigmentiert, bei allen braunen Spitzen braun.
  • Kiefer / Zähne: Die Kiefer sind normal entwickelt und zeigen ein vollständiges Scherengebiβ mit 42 Zähnen gemäβ der Zahnformel, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Bei Klein- und Zwergspitzen/Pomeranian werden geringe Prämolarverluste toleriert. Ein Zangengebiß ist bei allen Deutschen Spitzen zulässig.
  • Backen: Die Backen sind sanft gerundet, nicht hervortretend.
  • Augen: Die Augen sind mittelgroβ, mandelförmig, etwas schräg gestellt, von dunkler Farbe. Die Augenlider sind bei allen Farbschlägen, schwarz pigmentiert, dunkelbraun bei allen braunen Spitzen.
  • Ohren: Die kleinen Ohren sind relativ nahe beieinander hoch angesetzt und dreieckig zugespitzt; sie werden immer aufrecht mit steifer Spitze getragen.

HALS:

  • Der mittellange Hals ist den Schultern breit aufgesetzt, im Nacken leicht gewölbt, ohne Wammenbildung und von einem mähnenartigen Haarkragen bedeckt. 

KÖRPER:

  • Obere Profillinie: Die Oberlinie beginnt an der Spitze der aufrecht getragenen Stehohren und geht in sanftem Bogen in den kurzen, geraden Rücken über. Die buschige, geschwungene Rute, die den Rücken zum Teil überdeckt, rundet die Silhouette ab.
  • Widerrist / Rücken: Der hohe Widerrist fällt unmerklich ab in den möglichst kurzen, geraden, strammen Rücken.
  • Lende : Kurz, breit und kräftig.
  • Kruppe: Die Kruppe ist breit und kurz, nicht abfallend.
  • Brust: Die tiefreichende Brust ist gut gewölbt, die Vorbrust gut entwickelt.
  • Untere Profillinie und Bauch: Der Brustkorb reicht möglichst weit zurück, der Bauch ist nur mäβig aufgezogen.
  • Rute: Die Rute ist hoch angesetzt, mittellang, gleich an der Wurzel aufwärts und nach vorne über den Rücken gerollt, fest auf dem Rücken liegend, sehr buschig behaart. Eine doppelte Schleife am Rutenende ist zulässig. 

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